Manchmal sagt die erste Version einer Nachricht mehr über uns als die, die wir am Ende abschicken.
Ein winziges Satzzeichen kann plötzlich klingen, als hätte die Beziehung kurz die Luft angehalten.
Über rote Punkte, Tippblasen und die kleine Kunst, nicht aus jedem digitalen Signal sofort eine Beziehung zu machen.
Über ein harmloses Wort, das manchmal Brücke ist, manchmal Sofa, und viel öfter Wahrheit versteckt als wir merken.
Über ein kleines Wort, das manchmal Zustimmung sagt und eigentlich nur versucht, niemandem zur Last zu fallen.
Über diesen kleinen blinkenden Strich, der so tut, als würde er warten, obwohl er uns längst beim Zögern erwischt hat.
Über den winzigen Moment, in dem ein falscher Satz nicht peinlich wird, sondern eine Tür öffnet.
Über dieses kleine geschriebene Lachen, das manchmal gar nicht lustig ist, sondern einen echten Satz vorsichtig abpolstert.
Ein Text über den Moment, in dem Worte nicht mehr nur etwas erklären, sondern zeigen, wer da gerade wirklich spricht.
Manche Sätze klingen höflich und tragen trotzdem etwas, das zu schwer für sie ist.