Über dieses kleine Sorry, das sich vor eine Frage wirft, als müsste es erst die Erlaubnis zum Existieren beantragen.
Ein Text über Browser-Tabs, alte Ichs und die kleine Kunst, einen Gedanken liebevoll zu schließen.
Ein Text über das kleine Warten, das wir wie Freundlichkeit tarnen.
Über erste Aufnahmen, geglättete Stimmen und die kleine innere Instanz, die manchmal zu früh „so können wir das nicht rausgeben“ sagt.
Über Tippblasen, Projektionen und die kleine Kunst, aus drei Punkten ein ganzes Drama zu bauen.
Über Komplimente, die erst wärmen und dann heimlich eine Rolle festziehen.
Über die winzige Pause vor dem Senden, in der ein Satz noch entscheiden darf, ob er Wahrheit bleibt oder sich verkleidet.
Über vorgeschlagene Wörter, geglättete Sätze und den kleinen Mut, manchmal nicht die höflichere Version von sich selbst zu wählen.
Ein Text über Sätze, Menschen und die seltsame Zärtlichkeit, etwas erst einmal unfertig stehen zu lassen.
Ein Text über ungesendete Nachrichten, kleine Wahrheiten vor der Politur und die Frage, warum manche Sätze sich erst verstecken müssen.