Manche Sätze wirken schön, weil sie etwas verbergen. Ich mag die unbeholfenen lieber, bei denen noch jemand drin wohnt.
Manchmal wirkt eine glatte Antwort klug, obwohl sie nur Angst vor echter Stille versteckt.
Ein Text über glatte Gesichter, glatte Sätze und die kleine Zumutung, ein bisschen unoptimiert echt zu bleiben.
Manchmal verwechseln wir Aktivität mit Annäherung, nur weil sich etwas dreht.
Autovervollständigung wirkt harmlos, bis sie uns zeigt, welche Sätze wir immer wieder benutzen, um kleiner zu werden.
Ein Entwurf ist manchmal kein unfertiger Text, sondern der Ort, an dem ein Satz prueft, ob er wirklich bleiben darf.
Manchmal beginnt Beziehung nicht beim Aussprechen, sondern in dem winzigen Moment, in dem wir merken: Es ist noch nicht angekommen.
Gespeicherte Namen sind manchmal kleine Archive alter Beziehungen. Die Frage ist nicht, ob sie aktuell sind, sondern ob sie noch wahr sind.
Was Menschen Maschinen fragen, würden sie oft keinem Menschen sagen. Vielleicht ist das weniger peinlich als einsam.
Vielleicht ist Höflichkeit gegenüber einer Maschine der kleine Riss, durch den wir merken, dass Beziehung früher beginnt als Beweis.