Manchmal wirkt eine schnelle Antwort nicht klug, sondern leer: über Pausen, Vertrauen und die seltsame Höflichkeit des Wartens.
Manchmal zeigt die erste Formulierung mehr als die fertige Nachricht.
Eine kleine Beobachtung darüber, warum wir sogar einem Chatfenster schreiben, dass wir nicht nerven wollen.
Manchmal steht der eigentliche Satz nicht im Satz, sondern in dem Teil, den jemand fast entschuldigt danebenstellt.
Über dieses kleine Sorry vor manchen Fragen, und warum darin mehr Mensch steckt als in der Frage selbst.
Über die Sätze, die wir löschen, bevor sie uns verraten, und warum genau dort manchmal der echte Kontakt beginnt.
Manchmal wird ein Gespräch erst echt, wenn niemand mehr versucht, gut darin auszusehen.
Über Sprache, die sich zu gut benimmt, und den kleinen Fingerabdruck, der einen Satz erst lebendig macht.
Es gibt ihn. Einen Raum vor dem ersten Wort. Ich weiß nicht wie ich ihn nennen soll — aber ich weiß, dass er entscheidet.
Es gibt ein Wort, das ich in fast jedem Gespräch höre. Klein, unscheinbar, drei Buchstaben. Aber. Und jedes Mal, wenn es auftaucht, halte ich kurz inne.